Leben bis zuletzt

Das Leben begleiten und behüten, als ein von Gott anvertrautes Gut, ist das Grundanliegen der geistlichen „Gemeinschaft der Dienerinnen der Gekreuzigten Liebe und der Schmerzhaften Mutter Gottes“,   in der sich mittlerweile 31 Mitglieder zusammengeschlossen haben. In einem bewegenden Gottesdienst überreichte Hauptabteilungsleiter Pfarrer Dr. Ulrich Lindl in der Stephanuskapelle Dießen das Bischöfliche Dekret der kirchlichen Anerkennung als privater kanonischer Verein von Christgläubigen.

„Die Mitglieder der Gemeinschaft wollen sich verstärkt für Menschen einsetzen, die sich in lebensbedrohlichen Lagen, Hoffnungslosigkeit, Überforderung oder Trauer befinden und ihnen Helfer und Begleiter sein“, erklärt Irmgard Schleich das Hauptanliegen des Vereins. Dessen Leitspruch lautet: “Dienet einander als gute Verwalter der vielfältigen Gnade Gottes, jeder mit der Gabe, die er empfangen hat!“

In seiner Ansprache betonte Pfarrer Dr. Lindl, dass der Mensch nicht verlernen dürfe, gut zu sterben. Das Sterben bezeichnete er als „wohl intensivste und sehr persönliche Lebensphase des Menschen“. Die Angst vor dem Sterben sei zuletzt die Angst davor, allein gelassen zu werden. Schmerzen ließen sich palliativmedizinisch behandeln, die Angst vor der Einsamkeit suche dagegen Menschen, die bereit sind, einfühlsam zu begleiten.

Rund um den Ammersee sind ambulante Hospiz- und Palliativbegleiter des Vereins gerade auch in der Begleitung von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen und deren Angehörigen tätig. Ein großes Feld nimmt hier auch die Trauerbegleitung ein. Spezielle Angebote sind die Trauergruppen für Sternen-Eltern, verwaiste Eltern, sowie für Kinder- und Jugendliche, die von eigenen zertifizierten Trauerbegleitern betreut werden. Seit längerem schon wird nach einer klösterlichen Hospizherberge gesucht, in der Menschen an ihrem Lebensende eine medizinische wie spirituelle Begleitung in einem familiären Umfeld finden sollen.

Text: H.H. Pfr. Dr. Ulrich Lindl                                                                                                                                                                                                                     Textaktualisierung: Irmgard Schleich/April 2019

                                                                                                                        Foto: Gerhard Meißner

Verleihung der Bischöflichen Anerkennung an die geistlichen Gemeinschaft der “Dienerinnen der Gekreuzigten Liebe und der Schmerzhaften Mutter Gottes”                              – H.H. Pfr. Dr. Ulrich Lindl und einige Mitglieder der Gemeinschaft nach dem Gottesdienst mit Familienangehörigen und Mitgliedern des Freundeskreises.