Leben bis zuletzt

Aktiver Lebensschutz ist das Grundanliegen der geistlichen „Gemeinschaft der Dienerinnen der Gekreuzigten Liebe und der Schmerzhaften Mutter Gottes“, in der sich mittlerweile 22 Mitglieder zusammengeschlossen haben. In einem bewegenden Gottesdienst überreichte Hauptabteilungsleiter Pfarrer Dr. Ulrich Lindl in der Stephanuskapelle Dießen das Bischöfliche Dekret der kirchlichen Anerkennung als privater kanonischer Verein von Christgläubigen.

„Die Mitglieder der Gemeinschaft wollen sich verstärkt für Menschen einsetzen, die sich in lebensbedrohlichen Lagen, Hoffnungslosigkeit und Überforderung befinden, und ihnen Helfer und Begleiter sein“, erklärt Irmgard Schleich das Hauptanliegen des Vereins. Dessen Leitspruch lautet: “Dienet einander als gute Verwalter der vielfältigen Gnade Gottes, jeder mit der Gabe, die er empfangen hat!“

In seiner Ansprache betonte Pfarrer Dr. Lindl, dass der Mensch nicht verlernen dürfe, gut zu sterben. Das Sterben bezeichnete er als „wohl intensivste und sehr persönliche Lebensphase des Menschen“. Die Angst vor dem Sterben sei zuletzt die Angst davor, allein gelassen zu werden. Schmerzen ließen sich palliativmedizinisch behandeln, die Angst vor der Einsamkeit suche dagegen Menschen, die bereit sind, einfühlsam zu begleiten.

Rund um den Ammersee sind ambulante Hospizhelfer des Vereins gerade auch in der Begleitung von Kindern und Jugendlichen und deren Angehörigen tätig. Seit längerem schon wird nach einer klösterlichen Hospizherberge gesucht, in der Menschen an ihrem Lebensende eine medizinische wie spirituelle Begleitung in einem familiären Umfeld finden sollen.

Text: H.H. Pfr. Dr. Ulrich Lindl

Foto: Gerhard Meißner

Nach dem Gottesdienst zur Verleihung der Bischöflichen Anerkennung: einige Mitglieder der „Gemeinschaft der Dienerinnen der Gekreuzigten Liebe und der Schmerzhaften Mutter Gottes“ im Familien- und Freundeskreis.